Das hohepriesterliche Gebet – Johannes 17

Das hohepriesterliche Gebet – Johannes 17

Rudolf Steiner
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Jesus versetzte sich in die Geistesschau und sprach:
Väterlicher Weltengrund:
lasse offenbar werden Deines Sohnes Schaffen ,
damit durch Deines Sohnes Schaffen
auch Du offenbar werdest.

Du hast ihn zum Schaffenden gemacht
in allen fleischlichen Menschenleibern,
dass er in die Zukunft lebend führe Alle,
die durch Dich zu ihm kamen.

Sie werden in der Zukunft leben dadurch,
dass ihr Seelenauge bereitet ist,
Dich zu schauen als den wahrhaft Einigen Weltengrund
und den schaffenden Christus Jesus,
den Du zu ihnen gesandt hast.

Durch mich wurdest Du im Erdensein wieder offenbar,
als die Erde Deine Offenbarung umwölkte.
Solches war Dein Wille, der durch mich wirkte.

So auch, väterlicher Weltengrund,
lasse jetzt erstrahlen die Offenbarung,
die durch mich schon ward,
ehe Du in der Erdenwelt offenbar wurdest. –
#SE268-337
Durch mich ward das Wort,
das Dich offenbart, in Menschenseelen offenbar,
die durch Dich zu mir kamen.
Du warst in ihnen,
durch Dich kamen sie zu mir,
und sie haben in sich genommen
die Erkenntnis von Dir.

Von ihnen ward erkannt,
dass, was ich zu ihnen sprach,
von Dir durch mich
zu ihnen gesprochen ward.

Väterlicher Weltengrund, das erflehe ich,
dass sie, die durch mich zu Dir gekommen sind,
immer sein mögen lebend bei Dir,
wie ich bei Dir bin,
und dass sie da schauen Deine Offenbarung,
die Du liebend vor mir erstrahlen ließest,
bevor die Erde noch war.

Durch mich ward offenbar das Wort,
das Dich offenbart,
und ich will tragen dies Wort in Menschenseelen,
auf dass die Liebe, mit der Du mich liehest,
in ihnen sich bewahre,
und so auch mein ewiges Leben
ihr Leben ewig bewahre.

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